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Dienstag, 23. September 2014

Making Of Schweizer Bergkäse - Grindelwald

Meine Freundin B hat seit Ende Juli das Stadtleben Wiens hinter sich gelassen, um sich zwei Monate als Sennerin auf einer Alm in Grindelwald zu beweisen. Wir haben voriges Jahr gemeinsam Freunde besucht, die auch als Senner gearbeitet haben und ein bisschen in die Arbeit hineinschnuppern können, aber prinzipiell war sie eigentlich Neuling auf dem Gebiet. 
Leider habe ich versäumt, von ihren Kühen und dem Melken (das kann ich wenigstens auch) Fotos zu machen. Aber hier ein paar Eindrücke von der Käseherstellung...
 
Der Arbeitsplatz - schon mit Strom, aber das Feuer unterm Kessel ist noch handgemacht
Die Milch wird nach dem Melken in den großen Kupferkessel geleert. B hatte 33 Kühe, hat davon aber nur 29 gemolken. Einige sind trocken gestellt - eine Kuh gibt ja eigentlich nur Milch, nachdem sie ein Kälbchen geboren hat, einige Monate danach wird die Milch dann immer weniger und schließlich wird die Kuh trocken gestellt, damit sich das Tier und der Euter bis zum nächsten Kälbchen erholen können.
Insgesamt haben die Kühe etwa 230 Liter Milch gegeben, die einzelne Abgabemenge schwankt dabei je Kuh zwischen 6 und 18 Liter.

Ich bin eine ganz große Milchtrinkern - zu wissen, wie das funktioniert, finde ich daher sehr spannend. Gleich nach dem Melken finde ich die Milch übrigens am allerbesten und dann noch mit dem Wissen, dass die Kuh in den Bergen lustwandeln darf...schön!
Glücklicherweise scheine ich weder ein Problem mit Rohmilch, noch mit Laktose zu haben, das hätte ich spätestens bei meinen Sennbesuchen gemerkt.
Auf den Bildern oben ist also die Milch bereits im Kessel, zuvor wurde eine Käsekultur hinzugefügt - die wird jeden Tag weitergezüchtet (indem man etwas Milch inkl. Kultur aus dem Kessel aufhebt und in bestimmter Zeit zu einer bestimmten Temperatur erwärmt, soweit ich das mitbekommen habe).

Der Käse wird mit einem Tuch aus dem Kessel gefischt und so gleichzeitig abgeseiht, übrig bleibt leckere Molke
Danach kommt er mitsamt Tuch in eine Art Springform. Er wird mit Gewicht beschwert, sodass die Flüssigkeit herausgepresst wird. Am nächsten Tag kann der Käse aus der Form.

Er kommt dann in einen Extraraum, wo er zuerst in Salzlake baden darf. Danach wird er täglich mit Salzwasser eingeschmiert. Älterer Käse glaube ich nicht mehr, aber das hab ich nicht so genau mitbekommen. B hat täglich zwei Laib Käse produziert. Zusätzlich noch Butter, ab und zu mal Mutschli (=Käse).. 
Hütte mit Ausblick auf das Wetterhorn samt Gletscher
Ebenfalls Ausblick
Morgendlicher Ausblick auf die Eigernordwand

Die Hütte am Schwandboden, ca. 1750 Meter Seehöhe

Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, nach Grindelwald zu fahren - oder jemandem beim Melken und Käsen über die Schulter zu schauen, dann nutzt das aus! Milch und Käse sind so alltägliche Produkte bei uns, da finde ich es als Konsumentin toll, einen Einblick zu haben.
Auch gibt es ja immer wieder Diskussionen über die Milchpreise - wenn man die Arbeit, die hinter der Milcherzeugung steckt, kennengelernt hat, ist einem das Produkt vielleicht auch ein paar Cent mehr wert?

Auf jeden Fall lohnt ein Besuch auf einer Alm, das einfache Leben und die (harte) Arbeit machen mich irgendwie zufrieden, und ich hoffe, dass ich noch ein paar Mal so eine Möglichkeit habe.

Samstag, 9. August 2014

Wanderung zu den Blauseen - Twenger Lantschfeld

Wenn die Sommermitte da ist, bedeutet das meistens, dass wir dem schönen Lungau einen Besuch abstatten. Denn da ist mein Geburtstag und am Schönsten finde ich es, wenn das Wetter eine Wanderung zulässt, die irgendwo in einem Sprung in einen Bergsee oder Bergbach seinen Höhepunkt hat.

Dieses Jahr hatte ich Glück, denn ungefähr an meinen Ehrentag tat sich ein kleines Sommerfenster zwischen den Regengüssen auf. Unser Wanderziel sollte der Blausee im Twenger Lantschfeld sein.

Quelle: Twenger Lantschfeld Genossenschaftshütte auf Facebook
Wenn man nicht vom Ort Tweng 5 Stunden ins Tal nach hinten wandern will, kann man sich an Werktagen im Gemeindeamt, an Wochenenden und Feiertagen beim gegenüberliegenden Gasthaus, für derzeit 6,- Euro den Schlüssel für einen Schranken borgen.

Die Einfahrt ins Tal erfolgt links knapp vor der Ortstafel Richtung Obertauern, danach ist das Twenger Lantschfeld eigentlich fast überall gut beschildert.
Wenige Minuten nachdem man von der Hauptstraße abgebogen ist, erreicht man den verschlossenen Schranken. Einmal durch, danach gehts immer talweinwärts, meistens an der rechten Seite eines Baches entlang.


Ein bisschen Sorge macht mir immer eine kleine Furt irgendwann in der Mitte der Strecke. Die Ufer sind etwas hoch, aber schön langsam durchgefahren habe ich auch mit meinem kleinen Mazda 2 kein Problem gehabt.

Man weiß, dass man angekommen ist, wenn man nach einer steileren Auffahrt zu mehreren Hütten kommt. Eine davon ist beispielsweise die bewirtschaftete Genossenschaftshütte, eine andere, bei der wir gerne einkehren, die Müllner(bauer)hütte.
Wir sind aber mit dem Auto weitergefahren bis zum Ende des befahrbaren Weges - gut erkennbar an einer kleinen Bergkapelle. Ein kleines Plätzchen davor ist ein idealer Parkplatz.

Nach der Krautlhütte die Kapelle (Parkmöglichkeit). Weitergehen Richtung Westen bis die Straße zum Wanderweg wird. Dann geht es weiter in einer Schleife zum Blausee. Eine weitere Wanderoption wäre beispielsweise der Markierung Richtung Südwiener Hütte zu folgen.
Von hier aus ging es weiter den schmaler werdenden Weg zu Fuß entlang. Gleich zu Beginn warten oft ein paar neugierige Kühe hinter einem Elektrozaun. Mir sind die großen Tiere nicht so ganz geheuer, bis auf ein paar neugierige Blicke waren die Damen mit den langen Wimpern aber ganz friedlich.
Ganz nebenbei kann man ein wunderbar felsiges Bergpanorama bewundern.

Der Pleißlingkeil - im Kessel davor liegt der Blausee

Weiter ging es also den Weg entlang, ein Stückchen geht es mal etwas mehr bergauf, aber wir haben auch Touristen mit Trekkingsandalen getroffen, - der Weg ist also wirklich sehr gut begehbar.
Etwas weiter oben hat sich Mr. Kuchen verabschiedet, um über eine kleine Bergkette zum Blausee weiterzuwandern - während ich mich an den (nicht überall gut sichtbaren) Markierungen an den offiziellen Wanderweg hielt.

Suchbild


Circa 1,5 Stunden vom Parkplatz erreicht man dann den Einstieg zum Blausee. Er liegt in einem Kessel unterhalb des Pleislingkeils. Es geht kurz steil bergab bis man beim See angelangt ist.

Der Blausee im Twenger Lantschfeld
 
Die Aussicht auf die kalkigen Berge mit dem blitzblauen oder sogar türkisen Wasser davor ist einfach ein Traum!

Einfach Herrlich! - Blausee im Twenger Lantschfeld

Eine willkommene Abkühlung

Nach einer kleinen Abkühlung sind wir wieder zurückmarschiert. 

In der Müllnerbauerhütte, die wir schon aus dem Vorjahr kennen, haben wir uns dann eine paar Lungauer Spezialitäten gegönnt.
Die Wirtsleute verbringen 100 Tage über den Sommer auf ihrer Hütte, die vom Altbauern total originell dekoriert wurde.
In diesem Jahr waren noch nicht viele Wanderer auf der Hütte, es scheint, dass das Twenger Lantschfeld nicht so bekannt ist. Die Bäuerin hat aber trotzdem viel zu tun, sie bäckt eigenes Brot, macht frischen Almkäse und Butter und von ihren erwachsenen Kindern ist sie just als wir dort waren mit frischen Ribiseln zum Saftmachen versorgt. Auf die Alm kann ich wirklich ein Loblied singen, die zwei Bauersleut sind so freundlich und freuen sich über jeden Gast. Sie setzen sich gleich mal dazu und haben besondere Freude, dass so junge Leute wie wir auch gern Wandern gehn. Abgerundet haben wir unsere Wanderung mit einer ordentlichen Jause und einem Lungauer Rahmkoch!


Wir sehn uns auf der Alm! Muuuuh!






Samstag, 15. Februar 2014

Die Schlehe - Wildobst und seltene, alte Obstart


Meine Mama ist eigentlich eine Vorzeigeantialkoholikerin, aber das hat sich über den Winter geändert. Denn meine Mama ist jetzt auf den Likör gekommen. Marillen- und Rotweinlikör sind ihr am Liebsten, wenn sie mit ihrer Freundin abends gemütlich zusammensitzt.

Wo immer sich jetzt die Gelegenheit auftut, nehme ich meiner Mama ein kleines Fläschen mit einer Likörsorte mit, wie zum Beispiel den exotisch klingenden Aronialikör vom Lungauer Weihnachtsmarkt - der aber eigentlich gar nicht so exotisch ist, sondern eine uralte, mittlerweile sehr unbekannte Beerensorte.

Der Aroniastrauch wächst bei uns nicht, aber bei einem Sonntagsspaziergang mit unserer alten Hundedame sind mir um die Weihnachtszeit massenweise verschrumpelte, dunkelblaue Beeren aufgefallen - Schlehen!
Fotoscheues Hundemodell

Geht ja doch...




2013 waren im Weinviertel alle Obstsorten im Überfluss vorhanden, so scheint es auch bei den wild wachsenden Schlehen zu sein - naja ich glaube, so ganz wirklich wild wachsen sie nicht. Denn zwischen den, durch die Kommassierung (=Zusammenlegung vieler kleiner Äcker zu einem Großen) entstandenen, großen Feldern wurden überall Windschutzgürtel angelegt. Wie der Name schon sagt, ist deren Sinn, den Wind in unserer Gegend etwas zu bremsen und so der Bodenerrosion vorzubeugen. 

Und in genau so einem Windschutzgürtel habe ich ganz viele voll behangene Schlehensträucher entdeckt und nach kurzer Recherche in der elterlichen Bibliothek etwa 1 kg der kleinen schwarzen Beeren gepflückt. Scheinbar gehören die Schlehen zu den Früchten, die am Besten geerntet werden, wenn es schon gefroren hat. Zum Roh essen sind die kleinen Dinger übrigens nicht wirklich geeignet - glaubt mirs, ich habs probiert, sie schmecken nicht wirklich.
Da die Sträucher so voll behangen waren, ist das Pflücken erstaunlich schnell von Statten gegangen und ich hab mich auch gar nicht mal so viel an den Dornen gestochen.


Die Beeren habe ich kurz gewaschen und abtropfen lassen. Danach habe ich sie mit selbst gebranntem Apfelschnaps (Schnaps brennen ist DAS Hobby meines Vatis), destilliertem Wasser und aus destilliertem Wasser und Zucker gekochtem Sirup angesetzt. Dann ist noch die Experimentierfreude mit mir durchgegangen und ich hab noch Zimt und Rotwein dazugegeben. 



Jetzt baden die Schlehen schon ungefähr seit Weihnachten in der Brühe - ich hab es seither noch nicht wieder zu meinen Eltern geschafft, um es abzuseihen. Aber je länger sie ansetzen, umso mehr Geschmack sollte der Likör eigentlich bekommen.
Demnächst geht es aber wieder mal in meine Heimat und ich bin schon sehr gespannt, ob das Ganze genießbar ist.
Das Rezept folgt, wenn ich mit dem Produkt zufrieden bin!


Freitag, 10. Januar 2014

Jetzt aber ein Winterpost - meine allererste Skitour aufs Pirkeck


Während sich im elterlichen Garten der Frühling austobt, habe ich zur Zeit erfreulicherweise auch die Möglichkeit, mich winterlichen Freuden hinzugeben. Mein Mr. Kuchen kommt aus dem Salzburgerland und dort hat es immerhin ausreichend (Unmengen sind es nämlich nicht) Schnee für die ein oder andere wintersportliche Aktivität.

Voller Vorfreude

Da ich mir ja in einem Anfall von sportlichem Wahn Ende 2013 Tourenski gekauft hab, hat Mr. Kuchen meine diesbezüglich jungfräuliche Euphorie am 28. Dezember 2013 schamlos ausgenutzt, und mich auf das unglaublich schwer zugängliche Pirkeck gejagt... nein Schmäh, ich hab mich selber sehr darauf gefreut und mir die ganze Unternehmung unglaublich winterlich schneeköniginnenhaft romantisch vorgestellt - und so war es dann auch. Fast. Wirklich!


Das Pirkeck hat mein liebster Begleiter mit Bedacht ausgewählt, weil ich immer von Waldwegen schwärme. Der Berg ist für dortige Verhältnisse auch eher ein etwas höherer Hügel und in kurzer Zeit erreichbar. So weit so gut.

Mutig

Ein paar Raunzorgien und einem kleidungsbedingten schweißtreibenden Aufstieg später, habe ich (und Mr. Kuchen ..jaja mitgehangen, mitgefangen) es dann doch auf den Berg geschafft - leider kein Gipfelkreuz, aber trotzdem nicht weniger stolz.



Beim Teetrinken und Aussicht bestaunen bin ich mir dann auch wirklich wie eine kleine Schneekönigin vorgekommen, auch wenn ich nicht danach aussehe...



Es folgte eine für mich sehr aufregende erste Tiefschneeabfahrt. Mit diesen Fahrbedingungen bin ich bis dahin noch überhaupt gar nie in Berührung gekommen. Dementsprechend stand ich auf meinem Skiern dann auch vermutlich drauf, wie der glückliche Kerl, der selbige Brettln vor xy Jahren erfunden hat.

Elegant und grazil

Die Abfahrt war schlussendlich
nicht so ein erfreuliches Erlebnis, wie ich es mir erhofft hatte. Tiefschnee ist anders. Und dann auch noch die tollen neuen Ski, die aber doch so ungewohnt lang sind, weil ich immer nur Funcarver gefahren hab... Ruhmesleistung hab ich da keine vollbracht, aber hey, ich bin halbwegs heil und ohne Sturz nach unten gekommen.


Am gleichen Abend war ich kurz davor, meine Ski ganz unschneeköniginnenhaft in die nächstbeste Schlucht zu schmeissen - aber zwei Tage später, bei einem wunderschönen Skitag in Innerkrems, habe ich mich mit dem Tiefschnee doch noch vorsichtig angefreundet und fand es gar nicht mal so unschön... Freundschaften die sich langsam entwickeln, sind doch die nachhaltigsten, stimmts?

Donnerstag, 2. Januar 2014

Winter ? im Garten 2013/14

Wenn ich es nicht selbst fotografiert hätte, würde ich es wahrscheinlich nicht glauben...und weil es fast unglaublich ist, muss ich euch unbedingt zeigen, was ich vor einigen Tagen im elterlichen Garten geknippst habe. 




Palmkätzchen im Dezember 2013
- und keimender Salat! Die Samen von unserem Pflücksalat/Eichblattsalat aus dem Sommer sprießen schon fleissig. Vielleicht kann ich ihn ja noch verwenden, bevor es wieder frostig wird.
 













Dienstag, 5. November 2013

Hochbeet aus alten Ziegeln

Dass Hochbeete das superbeste überhaupt sind, hört und liest man ja an jeder Ecke. 
So kams, dass auch ich unbedingt so ein Teil wollte - am Garten fehlt es halt, aber den haben ja die Eltern.
Dann hat es noch am Material gefehlt - zuerst wollte ich eines aus Ästen flechten, dann aus Altholz bauen - alles nicht so haltbar und wenn man es nicht gut kann, vielleicht auch nicht so hübsch.

Zufällig hat der Lieblingsbruder aber vom Abriss eines alten Häuschens (an dessen Stelle jetzt Lieblingsbruders neues Häuschen steht) noch einige Paletten uralter Tonziegel aufbewahrt. Ursprünglich wollte er sie wohl selbst verwenden, aber eines schönen Tages fand ich einen Riesenhaufen Tonziegel im elterlichen Garten vor.
Mr. Kuchen wurde dann flott eingespannt und wir bauten probehalber ein Hochbeet mitten in der Wiese. 
Das absolut Tollste daran war, dass nach einem Tag schon Eidechsen darauf herumgeflitzt sind!

Warum wir das nicht gleich an die richtige Stelle gebaut haben? Mein Muttertier ist Neuem gegenüber ungefähr das skeptischste Wesen, das mir bekannt ist. Sie brauchte halt ein paar Wochen, um die richtige Stelle ausfindig zu machen. Aber dann gings los und ich schleppte haufenweise Ziegel (diesmal ohne Mr. Kuchen), schlichtete, richtete gerade - und Unkraut musste ich davor auch noch bekämpfen.

Die erste Reihe ist, zwecks geradem und ebenem Verlauf, etwas mühsam gewesen.



Bald wohnen hier in den Lücken hoffentlich Eidechsen und allerhand anderes Getier.


 Fertig! 
Ich zeige hier nicht, dass ich den Boden im Inneren noch mit Hasendraht ausgelegt und beschwert habe, damit keine Wühlmäuse hineinkönnen. 
Wer es noch perfekter möchte, hebt vorm Baubeginn ein wenig Boden in Beetgröße aus und füllt Sand oder Schotter als Drainage ein. Auch ein Unkrautvlies könnte man auf dem Boden anbringen. Mir ist das aber alles ehrlich gesagt zu aufwändig gewesen - mein Hochbeet ist also relativ unkompliziert und kostengünstig.

Muttern ist nach wie vor skeptisch, weil sie glaubt, sie muss da jetzt irgendwelches besonderes Gemüse anpflanzen (goldenes oder so?) 
Mit dem Befüllen habe ich sie jetzt auch beauftragt, es bereitet ihr noch etwas Kopfzerbrechen, aber ich hoffe, dass sie im kommenden Gartenjahr auch überzeugt und begeistert sein wird.

Nächstes Jahr gibt es dann hoffentlich viele Bilder vom bepflanzten und bewohnten Hochbeet!


Donnerstag, 19. September 2013

Schluss mit der (unangekündigten) Sommerpause


Wenn im Garten die Paradeiser reif sind, weiß ich, dass der Sommer langsam zu Ende geht...

Mein Sommer war voller schöner Momente, dank vieler Überstunden hatte ich viel Zeit, um die vielen Sonnenstunden ausgiebig zu genießen. Und vielleicht ergibt sich daraus ja auch der ein oder andere Blogbeitrag - vielleicht über den Urlaub in Schweden?
- über Geschenke und Geburtstage?
- oder vom KüheSchafeZiegenMelken auf Schweizer Almen?
***
*
 damit ich mich erinnern kann, und damit vielleicht genau DU Freude daran haben kannst.



Letzte sommerliche Grüße von diesem besonderen Fundstück im elterlichen Garten



Donnerstag, 1. November 2012

Schafabtrieb

Das Wetter war unlängst eher bescheiden, aber schön genug für eine kleine Herbstwanderung. Als Ziel wählten wir die Landschitzseen, denn der Aufstieg dauert nicht zu lange und ist recht einfach zu bewältigen. In der Stille konnte ich schon fast von Beginn an immer wieder Stimmen und aufgregtes "Määääh" hören. Kurz vor dem unteren Landschitzsee hab ich dann das erste Mal einen Almabtrieb mit Schafen erlebt. Ein Erlebnis, das sag ich euch... Schafe gehören wohl zu den Tieren, die von der Allgemeinheit ziemlich unterschätzt werden.
Die Schafbauern waren mit der großen Herde ganz schön beschäftigt, mehrere Schafe waren im steilen Gelände unterwegs und weigerten sich, ohne gute Argumente herunterzuklettern. Während ein Mann unten die Herde mit Salz aus einem Sack in Schach hielt - das muss übrigens ganz schön lecker schmecken, so wie sich die Wolllieferanten darauf gestürzt haben - kraxelten einige andere Hirten am Hang herum und versuchten die Ausreißer zum Abstieg zu überreden. Zwischenzeitlich wanderten wir das kurze Stück zum See weiter (hatte mir ja schließlich meine Speckjause verdient) - bei der Rückkehr gerieten wir dann zwischen einen Teil der Herde und konnten sehr amüsante Szenen beobachten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Schafe unglaublich schnell galoppieren können? Ein paar revolutionäre Schafe grasten etwas abseits vom Rest der Herde. Das schien einem geschäftigen braunen Schaf nicht zu passen, es kam dahergetrappelt und machte mit angemessenen Nachdruck in der Stimme "Määäh!" ... einige Revoluzzerschafe ließen sich davon tatsächlich beeindrucken und preschten mit einem Tempo zum Rest der Herde, dass wir nur noch eine Staubwolke sehen konnten. Spätestens jetzt wurden auch die anderen Ausreißer aufmerksam, ließen von den leckeren Almkräutern ab und galoppierten von Null auf Hundert in ca. drei Sekunden ebenfalls zur Herde zurück. Es war so unglaublich schön, zu beobachten, wie die Schafe miteinander zu reden schienen und kein einziges allein zurückbleiben wollte. - ich kann gar nicht mehr aufhören, davon zu schwärmen!

Und weil es so schön hier dazupasst, kommt an dieser Stelle noch ein Buchtipp. Kennt ihr Leonie Swann und ihren Schafskrimi "Glennkill" ? Sehr zu empfehlen - eine unterhaltsame Geschichte, kurzweilig, und die Protagonisten sind Schafe ;) mehr verrate ich nicht - selbst lesen!

Määäääh!





Montag, 22. Oktober 2012

Steinpilzparadies - Teil 2


Von den hunderten Steinpilzen auf dem Gensgitsch haben wir diese paar Exemplare mitgenommen. War ganz schön schwer, sich zurückzuhalten und nicht alles abzuschneiden, was da so herumgestanden ist.

Die Ausbeute unserer Steinpilzjagd auf dem Gensgitsch
Die Teile wirken auf den Fotos weniger beeindruckend, als sie in Wirklichkeit waren. Wir hatten so viele Pilze, dass wir gar nicht wussten, wie wir sie in einem einzigen Gericht verarbeiten sollten. Ein Risotto wollten wir nicht (schon wieder)... auf Suppe haben wir im Sommer auch weniger Hunger... Mr. google hat auch keine Alternative ausgespuckt - also haben wir improvisiert und uns entschieden, einen Steinpilzflammkuchen zusammenzupantschen. Der Teig besteht aus denselben Zutaten wie Pizzateig - aber ohne Germ. Die Pilze haben wir vorm Auflegen in einer Pfanne mit Zwiebel und dem was der Kräutergarten hergegeben hat, angeschmurgelt. Ich kann mich aber - auch wenn ich mich  noch so sehr anstrenge - nicht mehr erinnern, wie wir das mit Sauerrahm oder Schlagobers gelöst haben. Muss ich mal nachfragen, dann reiche ich die Info nach... Jedenfalls - hier das Resultat:
Steinpilzflammkuchen 
Schaut vielleicht nicht sooo appetitlich aus (dank meiner Fotokünste noch weniger), war es aber! Die Steinpilze schmeckten auf dem germfreien, neutralen Teig wirklich lecker. Was kann man mit Steinpilzen, außer Risotto, Suppe oder Sauce sonst noch kochen?