Posts mit dem Label Rezept werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rezept werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 26. Januar 2016

Essensplan Kalenderwoche 4

Bereits vorige Woche habe ich mal wieder den Vorsatz gefasst, einen Wochenplan fürs Essen zu schreiben - die Vorteile davon sind euch sicherlich bekannt. Am Wochenende fahren wir in den Lungau, und zwei Tage bin ich arbeiten, an den ersten drei Wochentagen probiere ich viel Neues aus. Bisher (heute ist Dienstag Abend) war alles ziemlich lecker, besonders der Tofu Burger hat uns positiv überrascht. Hier mein Plan (ohne Einkäufe):


MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag
Früh


SeminarArbeitSkifahrenSkifahren
MittagTagliatelle mit Mangoldsauce

Kürbis Karottensuppe mit Pistazienpesto
*lecker*
Rote Bete Tabouleh

Parmesan Pilz Quinotto
nach Walleczek
Wurst-
nudeln
KäsekrainerPasta Primavera
nach
Walleczek
AbendWintersalat 
*lecker*
Burger mit Tofu und Avocado
*lecker*

Türkische Linsensuppe

SeminarAuswärtsSchinken-Lauch- Aufstrich mit Brot
Einkauf








Viel Spaß beim Inspiration holen!
Mahlzeit!











Sonntag, 24. Januar 2016

Rote Rüben Laibchen

Obwohl im elterlichen Garten seit jeher rote Rüben wachsen, kamen sie bei uns bisher wenn überhaupt nur als Salatbeilage zum Einsatz.
Das wollte ich gerne ändern, weil ich gerne mehr Saisonales und Regionales in meinem Speiseplan einbauen wollte. Außerdem mag ich rote Rüben gerne - sie haben eine tolle Farbe und schmecken mir auch noch.
Das Rezept der roten Rüben Laibchen möchte ich hier gerne verewigen.



  1. 1 TL Salz
  2. etwas Pfeffer
  3. 1 wenig geriebene Ingwerwurzel (ca. 1 cm)
  4. Sonnenblumenöl zum Ausbacken
  5. 3 mittelgroße Rote Rüben
  6. 100 g Mehl
  7. 2 mittelgroße Kartoffeln



  8. Gemüse waschen, schälen und mit der Reibe raspeln (die rot gefärbten Hände werden beim Waschen wieder sauber), ebenso Ingwer fein raspeln.
  9. Gemüse mit Mehl und Gewürzen in einer Schüssel zu einem Teig vermischen und durchziehen lassen. Man merkt hier schon, dass der Teig ziemlich fest und patzig ist - man braucht wirklich kein Ei zum Binden, somit sind die Laibchen sogar vegan.

  10. Währenddessen habe ich einen Vogersalat mit einer halben Dose weißer Bohnen und einem leckeren Kernöldressing zubereitet. Außerdem habe ich aus Sauerrahm, Knoblauch, Salz und Pfeffer meinen heißgeliebten Dip zusammengerührt.

  11. Dann das Öl in einer Pfanne erhitzen. Mit den Händen oder mit zwei Löffeln aus der Gemüsemasse Laibchen in der gewünschten Größe formen - lieber nicht zu dick, damit sie auch schön durch werden.
    Bei mittlerer Hitze ausbacken, mit Salat und Dip servieren.



  12. Viel Spaß beim Nachkochen!
  13. Mahlzeit!

  14. Selten aber wenn dann gerne mache ich bei Linkparties mit, in diesem Fall createinaustria und Tobias kocht

Sonntag, 9. November 2014

Lauch (Porree) trifft Schinken - und raus kommt ein leckerer Aufstrich!

Ein Rezept, das ich unbedingt teilen - und nebenbei selber nicht vergessen möchte - ist jenes, von diesem leckeren Schinken-Lauch-Aufstrich.
Das erste Mal bin ich in seinen Genuss bei der Weinlese eines Bekannten vor ca. 5 Jahren gekommen. Von da an war ich der Köstlichkeit mit Haut und Haar verfallen.
Selbst großzügig bemessene Mengen halten nicht lange und verschwinden in Windesweile mittels Löffelchen und ganz ohne Brot in meinem Mund.

Beim Besuch bei meinen Eltern am vorigen Wochenende, wo ich deren noch im Garten verbliebenes Wintergemüse beäugte, konnte ich zwei riesige Sellerieknollen (wir sagen Zeller) und nach einigen weniger glücklichen Bekanntschaften mit wurmigem Lauch - auch zwei ganz passable Stangen Lauch/Porree in unsere kleine Stadthöhle mitnehmen.
Aus dem Porree habe ich mir dann heute endlich mal wieder meinen geliebten Aufstrich gerührt.


Für alle, die das einmal probieren möchten:

ca. 100 g geputzter Lauch
ca. 150 g eines würzigen Schinkens (in meinem Fall Backofenschinken)
1 Pkg Qimiq
1 Becher Sauerrahm
Salz
Pfeffer


Den Lauch habe ich gewaschen und in grobe Stücke geschnitten. Gemeinsam mit dem Schinken habe ich ihn dann ganz faul in einem Standmixer zerkleinert.
Früher hab ich das immer mit dem Messer kleingeschnippelt, aber mit dem Mixer gehts auch, nur die Textur des Aufstriches wird dann feiner.

Porree und Schinken in zerkleinertem Zustand
Anschließend mit dem Qimiq und Sauerrahm verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Empfehlenswert ist es, den Aufstrich dann noch einige Stunden ziehen zu lassen, damit alles schön durchzieht - aber meistens halte ich mich selber auch nicht daran.


Schmeckt lecker auf frischem Brot!

Viel Spaß beim Nachkochen!


Sonntag, 23. Februar 2014

Salat aus Wintergemüse

Heute habe ich ein Rezept für alle, die gerne Wintergemüse essen. Noch passt dies ja zur Jahreszeit und zum regionalen Gemüseangebot.

Hier die Zutaten:



400 g Wirsing  (wer gerne Kohl  mag - ansonsten weniger)
300 g Karotten   (ca. 3 Karotten - mehr passen auch gut)
150 g Sellerieknolle
1 Pkg Schafskäse
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
Brot für Croutons
Salz, Pfeffer

* Zwiebel und 2 Knoblauchzehen klein würfeln. 

* Die Karotten habe ich in 1/4 Scheibchen geschnitten, den Sellerie habe ich etwas größer als den Zwiebel gewürfelt. 

* Den Wirsing zuerst in der Hälfte auseinanderschneiden, danach kann man ihn gut hinlegen und ihn in dünne Streifen schneiden. - Waschen

* Zwiebel und Knoblauch in einer Pfanne mit etwas Öl glasig anschwitzen.

* Karotten und Sellerie dazugeben, kurz andünsten

* Mit wenig Wasser aufgießen, sodass das Gemüse etwa halb im Wasser ist.

* Wasser verkochen lassen und kurz bevor das Wasser weg ist den geschnitten Kohl dazugeben. 

* Deckel drauf, immer wieder etwas durchrühren und solange dünsten lassen, bis der Kohl weich ist.

* Währenddessen den Schafkäse in Würfel schneiden.

* Brot in Würfel schneiden und in einer zweiten Pfanne in einem Öl-Butter-Gemisch gemeinsam mit der letzten Knoblauchzehe zu Croutons braten.

* Nach etwa 10-15 Minuten könnte der Kohl schon weich sein - kosten. Wenn er weich genug ist, in einer Salatschüssel anrichten und kurz etwas auskühlen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

* Schafskäsewürfel und Croutons mit dem Salat vermengen oder von oben darüber verteilen.

* Lauwarm servieren


Der Salat schaut jedesmal ein wenig anders bei mir aus, weil ich nicht immer gleich viel Kohl und Karotten verwende. Diesmal sieht er so aus - 



Mahlzeit! 

Samstag, 11. Januar 2014

Lungauer Hasenöhrl - deftiges Essen für die kalte Jahreszeit

Es ist immer wieder spannend für mich, Gerichte zu probieren, die es in meiner Heimat so nicht gibt. 
Eines davon sind die Lungauer Hasenöhrl. Sie sind perfekt als Apres-Ski Mahlzeit geeignet. 

Warum? 
Weil sie, wie so vieles im Lungau, in Fett herausgebacken werden. Und das schmeckt und füllt den leeren Skifahrermagen!


Ihr benötigt:
500g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
7 dag zerlassene Rama (Butterwürfel)
1/4 l heiße Milch

Sauerkraut oder Zucker






Zuerst Rama, Ei und Milch absprudeln
danach
mit dem Mehl vermengen
etwas salzen
und
einen Teig kneten.
Mit einem Nudelwalker
dünn auswalken.
Vierecke schneiden
In heißem Öl backen (frittieren).


Wir essen die Hasenöhrl gerne mit Sauerkraut. Dazu gibt man ein bisschen Sauerkraut auf ein Hasenöhrl und rollt es dann ein wenig ein - fertig!

Als süße Variante kann man sie auch mit Zucker bestreuen. (Dann das Sauerkraut weglassen ;)
Ich kann mir auch vorstellen, dass Marmelade gut dazupasst.

Mahlzeit!



Montag, 7. Oktober 2013

Neues Projekt: Essensbudget

Heute ein Eintrag der anderen Art: Ich habe mir im Lauf der letzten Woche ein kleines Experiment in Bezug auf mein Essensbudget überlegt, mit dem ich heute begonnen hab.

Dazu gekommen ist es folgendermaßen:

Ich arbeite als Pädagogin in einer stationären Einrichtung, wo ich mit einigen KollegInnen Jugendliche betreue. Das Budget, das uns dort für Einkäufe zur Verfügung steht, ist natürlich ziemlich genau vorgegeben. Es gibt pro Minderjähriger einen fixen Tagsatz, den unsere Einrichtung erhält.
Nachträglich hat sich herausgestellt, dass wir im Monat September viel zu viel Geld für Essen ausgegeben haben (nämlich mehrere hundert Euro) - was vorerst nicht weiter schlimm ist, weil wir von den Vormonaten noch ein Plus stehen hatten.

Warum das so gekommen ist, hat mehrere kleine Gründe, die sich zu einem großen Batzen Geld zusammengebraut haben.

Einerseits pflegen unsere KlientInnen nicht gerade einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln - soll heißen, da wird schon mal eine ziemlich große volle Schüssel mit Cinniminnies und Milch einfach weggekippt, weil X doch keine  Zeit mehr hat zu frühstücken (so geschehen heute morgen). Oder Wurst, die geöffnet im Kühlschrank liegt, ist nicht gut genug, stattdessen wird ein neues Päckchen aufgerissen (immer danebenstehen und mit dem Zeigefinger fuchteln geht halt auch nicht). Zeitweise komm ich mir schon vor, wie im Restaurant, denn die Jugendlichen sind wirklich extrem heikel (oder verwöhnt?)

Andererseits müssen meine KollegInnen und ich uns auch an der Nase nehmen, denn es kommt auch immer wieder vor, dass Dinge ablaufen oder Obst und Gemüse faul werden - und ab damit in den Mistkübel!  Das heißt, es gilt auch, bereits beim Einkauf besser mitzudenken.

Unsere Budgetverantwortliche hat als Konsequenz nun eine extra Kassa für Lebensmittel eingerichtet, in die das Wochenbudget gelegt wird und wenn am Samstag nix mehr da ist, gibt es halt am Sonntag mal kein Müsli mit Milch zum Frühstück, sondern Brot mit Marmelade.

Um zum Punkt zu kommen: Mich hat die Idee nicht mehr losgelassen, da ich mein Essen eigentlich kaufe, wie es mir gefällt und ich gerne einen besseren, bewussteren Überblick darüber hätte.

Mein Projekt Essensbudget hat heute begonnen, pro Tag stehen mir (ganz wie in meiner Arbeit den Jugendlichen) 6,20 Euro zur Verfügung, pro Woche also 43,40 Euro. 

Mein Mittagessen hab ich mir heute aus Vorräten gekocht (Kürbisrisotto), trotzdem war ich auch schon einkaufen und hab mein Tagesbudget bereits überschritten - ich hab bereits mehr als 10 Euro ausgegeben für einen etwas größeren Milchvorrat und Gemüse.
Ich bin gespannt, ob ich den Plan auch nur annähernd einhalten kann...

So und falls jetzt irgendjemand bis zum Ende gelesen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt, wie/ob ihr mit eurem Geld haushaltet?

Vielleicht motiviert mich das ja, zum durchhalten.. und das Ein oder Andere kann ich mir bestimmt abschauen.

Samstag, 5. Oktober 2013

Herbstlicher Salat mit Trauben und Nüssen

Die Salatsaison im Sommer habe ich in diesem Jahr irgendwie verpasst. Ständig war ich unterwegs und habe mich sehr sommer-untypisch ernährt.
So richtig nachholen kann ich dieses Versäumnis leider nicht mehr, aber immerhin habe ich mir in den letzten Tagen einen (Herbst)Salat gemacht. Meine Version ist eine Abwandlung eines Rezeptes aus einer Zeitschrift. 



Ihr braucht dazu:
- Weintrauben (am Besten heimische aus einem Weingarten)
- Walnüsse
- Pinienkerne
- Kürbiskerne
- Paradeiser  (im Originalrezept waren keine Paradeiser sondern 1 Stück Stangensellerie)
- Feta
- Bauchspeck

Für die Marinade (nicht aus der Zeitschrift):
- Dunklen Balsamicoessig
- Senf
- Kürbiskernöl

Zubereitung:
Die Weintrauben nach dem Waschen halbieren, dann gemeinsam mit den verschiedenen Nüssen und Kernen auf einem Teller anrichten. Die Menge könnt ihr nach euren Vorlieben bestimmen, bei mir habe ich auf ungefähr gleiche Verhältnisse geachtet. 
Der Garten meiner Eltern ist eine richtige Paradeiserfundgrube, für den Salat habe ich gelbe und rote verwendet.

Den Feta in kleine Rechtecke schneiden und mit Bauchspeck umwickeln. Danach wird er in einer Pfanne ohne Fett gebraten. Beim Umwickeln verwende ich keine Zahnstocher, da der Speck eigentlich von selbst kleben kleibt - ich achte beim Braten darauf, zuerst das Endstück des Specks anzubraten, dann geht nichts mehr auf. Regelmäßig wenden, sodass alles gleichmäßig gebraten wird.

Während die Fetastücke braten, die Marinade aus Senf und Balsamicoessig anrühren. Ich habe 1 TL Estragonsenf und 2 TL Balsamico verwendet - für meine Salatmenge war das ausreichend. 
Das habe ich nach dem Verrühren gleichmäßig über dem bisher angerichteten Trauen-Nuss-Mix verteilt, danach direkt aus der Flasche Kürbiskernöl darüber geträufelt.

Die fertig Fetastücke werden dann oben draufgesetzt. Speck und Feta sind sehr salzig, daher habe ich ansonsten kein Salz verwendet. 

Ich war angenehm überrascht von dieser Geschmacksexplosion - der salzige Feta passt überraschend gut zu den süßen Trauben und der Senfmarinade. 

Und wer Kürbiskernöl nicht kennt, sollte sich schleunigst ein Gutes besorgen - es passt zu sehr vielen Salaten, saurer Wurst und auch besonders gut zu Feta, wie ich finde.

Mahlzeit!


Freitag, 7. Juni 2013

Essen wie früher - Kohlrabi mit Knacker und Erdäpfeln



Eines DER Lieblingsessen aus meiner Kindheit ist der Kohlrabi. Ich erinnere mich gut an die Zeiten, wo wir den von Mama aufgeschnitten bekamen und roh gegessen haben - wir Kinder sind direkt Schlange gestanden, wenn Mama sich mit einer Knolle und dem Messer im Garten hingesetzt hat, und für uns Scheibchen abgeschnitten hat.
Das ist mir über die Jahre leider verlorengangen, und auch bei den Kindern in der Arbeit merke ich, dass die mit Kohlrabi eigentlich gar nichts anfangen können. Dabei schmeckt er doch sehr gut und besonders und sorgt, finde ich, für mehr Abwechslung in der Küche.

Aus diesem Grund möchte ich Lobbyarbeit für den Kohlrabi betreiben und dieses Rezept mit Euch teilen

(Eingebrannter) Kohlrabi / Kohlrabipürree mit Erdäpfeln und gebratener Knacker
Kohlrabi (mit Mehlschwitze) / Kohlrabipürree mit gekochten Kartoffeln und ähm...Knackwurst/Bockwurst jedenfalls die österreichische Variante..

Zutaten
Für 2 Personen würde ich 3 Knollen Kohlrabi nehmen.
Tafelessig
Petersil
Salz
1 Paar Knacker
8-10 Erdäpfel

Kohlrabi (bei mir eigentlich ohne Einbrenn)
Die Kohlraben (haha) schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Würfel oder Scheiben in einem Topf mit Wasser bedecken und kochen, bis sie weich sind.
Dann das Wasser bis auf ein kleines Schlückchen abgießen und mit einem Stampfer oder wenn ihr keinen habt, mit dem Pürierstab zerkleinern, sodass noch Stückchen drin sind - also nicht zu einem richtig feinen Pürree verarbeiten. 

An dieser Stelle würde meine Mama Einbrenn machen und dazugeben - da ich aber nicht so gehaltvoll kochen möchte, lasse ich das einfach weg. Geschmacklich macht es für mich keinen Unterschied.

Ich hingegen schmecke das ganze dann vorsichtig mit Essig ab - dabei passe ich genau auf, dass es nicht zu viel wird. Ich verwende immer den Stöpsel der Essigflasche zum Abmessen, ca. 2-3 Stöpsel genügen.
Salzen nach Geschmack. Weil es nett aussieht, kommt noch kleingeschnittener Petersil dazu, ca. eine halbe Hand voll.

Knacker und Erdäpfel
Während der Kohlrabi kocht, können auch schon die Erdäpfel in einem anderen Topf kochen.

Die Knacker wird von der Haut befreit und einmal der Länge nach halbiert. Die Halbrunde Seite wird dann eingeschnitten. Ich bevorzuge an dieser Stelle einfache Querschnitte - Achtung, nicht ganz bis unten durchschneiden!. 
Es gibt aber Menschen, die bevorzugen ein Gittermuster. Die Wirtschaftshelferin in der Arbeit schneidet die arme Knackwurst gleich gar nicht ein, was für ein Frevel. 
Ich weiß es nicht, aber ich glaube, durch die Schnitte kriegt man ein bisschen mehr Knusprigkeit hin.

Jedenfalls wird die beschnittene Wurst dann in ein wenig Öl in der Pfanne gebraten. Beizeiten windet und wehrt sie sich ein wenig, sodass ich sie nach unten drücke, damit sie auch überall knusprig wird.

Wenn alles fertig ist, schneide ich mir das alles am Teller wuziklein, so wie ich es eben aus der Kindheit kenne. Das Auge isst ja mit und mir schmeckt es so einfach am Besten - auch wenn es, wie die Fotos beweisen, das Gericht nicht unbedingt appetitlicher macht.


Das Rezept entspricht vielleicht nicht gerade der gängigen Vorgehensweise beim Kochen, und ist sicherlich auch ein einfaches Rezept. Für mich wird an dieses Essen aber trotzdem kaum ein neues, raffiniert zubereitetes Gericht herankommen - weil es eine Erinnerung für mich ist und emotionalen Wert hat.

Kennt ihr auch ein Kohlrabirezept? Vielleicht sogar eines aus eurer Kindheit? Welche Gerichte habt ihr von früher noch in Erinnerung - sie vielleicht aber schon lange nicht mehr gegessen? Was steht bei euch kulinarisch ganz weit oben, obwohl es kein Sternemenü ist? Ich bin gespannt, was da so kommt!

Mahlzeit!

Samstag, 18. Mai 2013

Schokoladeküchleins mit flüssigem Kern

Ein Besuch von Mr. Kuchen bedeutet meistens auch, dass ich/wir/er etwas backen. Ich kann es vielleicht nicht besonders gut, das hält mich aber nicht davon ab, immer wieder was Neues auszuprobieren. Diesmal frei nach dem Rezept von einer Kalenderblattrückseite, jawohl!

Ihr braucht:
12 dag Butter in Zimmertemperatur
12 dag zerkleinerte Kochschokolade
2 Eier
2 Dotter (zusätzlich - das hab ich anfangs nicht so ganz kapiert)
6 dag Staubzucker
1 kleine Chilischote - bzw etwas getrocknete Chili
2 dag glattes Mehl
(lt. Originalrezept Auflaufförmchen 150 ml)

In Ermangelung anderer ansehnlicherer Förmchen habe ich meine Latexmuffinformen verwendet - denke nicht, dass die 150 ml fassen, denn lt. Originalrezept sollen 5 Stück entstehen, bei mir waren es aber mehr. Es hat aber auch so wunderbar funktioniert und geschmeckt!

Das Backrohr auf 150 Grad vorheizen. Wer keine Latexformen verwendet, sollte die Förmchen mit Butter einfetten und mit Mandeln ausstreuen. 
Schokolade und Butter werden über Wasserdampf geschmolzen. Eier, Dotter und Staubzucker schaumig rühren, das geschmolzene Schokoladengemisch unterrühren. Dann noch das bisschen Mehl unterheben. So schnell kanns gehn und schon wird die Masse in die Förmchen gefüllt und im Rohr für nur ca. 8 Minuten gebacken (bzw. im Auge behalten wegen unterschiedlicher Förmchengröße).

Bei mir ist alles ganz wunderbar in die Höhe gewachsen und wieder genauso schnell ganz wunderbar zusammengesackt, aber der Kern war flüssig und es hat wirklich himmlisch geschmeckt.


Und weil es so informativ am Kalender daneben steht: Schon 50 Gramm Schokolade steigern das Konzentrations- und Reaktionsvermögen. Hochprozentige Schokolade beugt Herzinfarkten vor, verbessert dank enthaltener Hormone die Laune und hilft gegen Stress. Na bitte!

Mahlzeit!

Samstag, 11. Mai 2013

Spaghetti mit Bärlauchsauce

Mit einem Bärlauchrezept bin ich eigentlich schon zu spät dran - die Saison ist für dieses Jahr wohl vorbei. Egal, dann hab ich das Rezept immerhin für nächstes Jahr gespeichert.

Ich mag Bärlauch sehr gerne und konnte mich letztens noch dazu überwinden, auf die Wiener Höhenstraße zu fahren, um ein paar Pflanzen zu ergattern. Dort wachsen die Pflänzchen in Hülle und Fülle - ich musste eigentlich immer nur der Nase nach, denn der Knoblauchduft ist wirklich nicht zu überriechen.

Verarbeitet habe ich Bärlauch in den letzten Jahren immer nur zu Brotbelag, da er ja gekocht kaum noch Geschmack hat. Trotzdem habe ich dieses Rezept hier, welches ich mit eigentlich völlig anderen Zutaten vom KiloKoach habe, probieren wollen:

1 Zwiebel
Butter
30 g frischer Bärlauch
Wasser
1 Fl. Rama Cremefine zum Kochen
Salz, Pfeffer, Muskat, Chili

Die Zwiebel wird in feine Würfel geschnitten, der Bärlauch hingegen nur grob in Streifen - sonst verliert er sein Aroma!
Zwiebel in der Butter anschwitzen, wenn er glasig ist, kommt der Bärlauch hinzu. Diesen allerdings nur kurz mitdünsten , er schmeckt sonst nach gar nichts mehr.
Anschließend habe ich mit weniger als 1/8 Liter Wasser abgelöscht (wer mag kann Weißwein oder Suppe nehmen) und das Rama Cremefine dazugegossen. Jetzt wird es nochmal ein wenig aufgekocht und mit den Gewürzen abgeschmeckt.  Wer mag, kann die Sauce noch pürieren.
Passt wirklich gut zu Nudeln!

Und hier mein Endergebnis, wie man sieht, hab ich nicht püriert:

Guten Appetit!

Freitag, 15. Februar 2013

Pizzaaaaaaaaaaaaaa

Während meines ersten Fasttages hatte ich allerlei Vorstellungen davon, was ich an meinem ersten Nicht-Fasttag essen werde.
Gewonnen hat eine Pizza - frei nach Tim Mälzer - dem hab ich am Fasttag nämlich ganz masochisitisch beim Kochen zugesehen. (Obwohl ich nicht sein größter Fan bin. Ich bin aber der größte Fan von Kochsendungen!)

Habe sein Rezept fast gänzlich übernommen, nur ein paar Kleinigkeiten habe ich verändert. Ihr braucht:

Teig:
1/2 kg Mehl
1 Pkg. Trockengerm
ca. 1 TL Salz
ca. 1 TL Olivenöl
250 ml warmes Wasser

Für den Belag:
1/2 Glas getrocknete Paradeiser in Öl
1 großzügiger EL Paradeismark
Wasser

1 Pkg. Mozarella, Rucola, dünn aufgeschnittener Tirolerspeck, 1 großer Paradeiser

Peinlicherweise muss ich ja zugeben, dass ich noch nie Pizzateig gemacht hab. Dafür hab ich immer den begabten Pizzabäcker Mr. Kuchen eingespannt. Ja der kann nicht nur Kuchen (essen) sondern auch Pizzas...er wird aber trotzdem nicht in Mr. Pizza umbenannt....öhm..

Für den Teig habe ich zuerst das Mehl mit der Trockengerm vermengt - dabei hab ich mich an die Packungsanweisung gehalten, 1 Pkg passt genau auf 1/2 kg Mehl. (Tim Mälzer hat an dieser Stelle 1 Tl Honig dazugetan, das hab ich aber nicht gemacht, weil ich keinen Honig hab.)
Dann hab ich mal so nach Gefühl ca. 250 ml warmes Wasser dazugerührt, zuerst mit dem Kochlöffel - aber das geht nicht wirklich gut verrühren, also doch die Hände genommen. Den TL Öl und das Salz hab ich auch noch dazugetan und dann ein paar Minuten ordentlich geknetet.
Ich hatte das Glück, so eine recht schöne Masse als Resultat zu bekommen. Nicht zu trocken, aber auch nicht so, dass es mir an den Fingern klebt. Dann hab ich den Teig in so einem richtigen Germteigtopf mit Deckel fast 1 Stunde auf meinem lauwarmen Heizkörper gehen lassen.

Ist er nicht schön?


Der Teig ist mir wirklich gut gelungen, fast doppelt so groß geworden. Ich bin ganz fürchterlich, fürchterlich stolz.

Die Sauce auf der Pizza besteht dann aus ca. 1/2 Glas getrockenten Paradeisern - Achtung, nicht mitsamt Öl! Von dem Öl kann man 2-3 EL dazuleeren. Außerdem noch eine ordentliche Portion Paradeismark, eventuell ein Schluckerl Wasser. Das ganze hab ich mit dem Pürierstab zerkleinert, bis es Saucenkonsistenz hatte.

Den Teig, den ich auf einem Blech mit Backpapier schön auseinandermassiert habe, hab ich dann mit der Sauce beschmiert. Ich mag es schön paradeisig, also bei mir war es eine ansehnliche Menge.

Danach hab ich eine Mozarellakugel in Kleinteile zerrissen und auf der Pizza verteilt. Der Speck kommt beim Mälzer eigentlich erst nach dem Backen auf die Pizza, ich hab aber ein paar zerzupfte Speckteilchen auch schon jetzt dazugetan. Außerdem hab ich noch den Paradeiser in Scheiben geschnitten und ebenfalls schön auf dem Pizzaboden verteilt.

Bei ca. 240 Grad hab ich dann 20 Minuten gebacken - wobei ich glaub ich hab die Zeit ein bisschen übersehen.

Danach hab ich Rucola ein bisschen zerzuppelt und auf der heißen Pizza verteilt. Obendrauf nochmal ein wenig Speck - fertig.



Mir fällt eigentlich erst jetzt beim Schreiben auf, dass ansonsten gar keine Gewürze drauf sind - es hat aber wirklich wunderbarst geschmeckt. Herrlich  paradeisig - und dank des Rucolas ganz anders als ich normalerweise Pizzas esse.

Guten Appetit!

Dienstag, 15. Januar 2013

Becherkuchenvariation - Honig statt Zucker

Uiuiui der Schweinehund war übermächtig die letzten Wochen, aber jetzt! Mittlerweile war ich schifahren, rodeln, Krampusse anschauen, in  Hamburg undundund...  Post gibt es jetzt aber nur einen ganz alltäglichen, dafür aber umso leckereren...

Mr. Kuchen hat mich am Wochenende mit einem Besuch beehrt. Und Mr. Kuchen hat seinen Namen nicht umsonst. Er LIEBT Kuchen! So eine Liebe zu einem Lebensmittel hab ich noch selten erlebt - ausser vielleicht meiner eigenen zu Speck..hihi.
Und wie kann ich also meinem Mr. Kuchen eine besondere Freude machen? Genau, Kuchenbacken. Muttern hat mich ja zu einer exorbitanten Speisekammernsammlerin herangezogen - also normalerweise habe ich ziemliche viele Vorräte zu Hause:

1 Becher Mehl - check
1/2 Becher Öl - check
1 Becher Sauerrahm - check
1/2 Pkg. Backpulver - check
1 Becher Kakao - check
1 Becher Nüsse ----hm ok Mandeln sind da - check
3 Eier - auchcheck
1 Becher Zucker - Mistmistmist

Sonntags, kein Zucker im Haus und dem armen Mr. Kuchen schon Gusto gemacht. Was tun? Nach meinen Stevia-Backexperimenten dachte ich, dass das doch irgendwie gehen muss. So eine versierte Bäckerin bin ich aber dann auch wieder nicht, also hab ich das Internet bemüht und nach einiger Sucherei bin ich auf Honig gestoßen. Die Meinungen gingen etwas auseinander, aber Fazit war, dass ich Zucker durch Honig ersetzen kann und zwar sollte ich ca. die 1/2 bis zu 3/4 der Angabe für Zucker Honig verwenden (an dem Satz hab ich jetzt 10 Minuten gebastelt, ist das Deutsch?)
also

1 Becher Zucker -  
1/2 Becher Honig (mit Augenmaß, hab ich nicht nochmal extra umgefüllt, zwecks der Patzerei)

Mr. Kuchen musste seinen Kuchen dann selber zusammenmixen. Zuerst die 3 Eier mit dem Zucker Honig rühren, danach einfach nach und nach den Rest dazukippen, voila!
Auf meinen Wunsch hin durfte ich dann noch Kochschokolade zerdeppern und die Stückchen in den Teig streuen.

Nach kurzer Backformdiskussion hab ich mich dann mit der "Brotbackform" durchgesetzt, einfach mit Backpapier ausgeschlagen und die Kuchenmasse hineinlaufen lassen.

In meinem Gasofen hab ich es bei 180° Grad ca. 40 Minuten gebacken. Da war dann aber die Unterseite schon sehr knusprig und gut gebräunt.
Die Schokoladestückchen waren im warmen Kuchen noch schön flüssig, mmmmmh!

Samstag, 10. November 2012

Leibspeisen - Pfeffersauce!

Unlängst mal gekocht: Eines meiner Lieblingsgerichte (fast alles wo Speck drin ist, ist ein Lieblingsgericht von mir) ist Lungenbraten vom Schwein im Speckmantel und dazu eine Sauce aus schwarzem Pfeffer....schon allein während ich diese Worte schreibe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen, dass es eine Freude ist.
Den letzten Besuch bei Herrn M. habe ich dazu genutzt, diese Gaumenfreude zuzubereiten - denn für mich alleine koch ich selten so auf. Schmeckt einfach nochmal leckerer, wenn er mir gegenüber sitzt und auch mampft...

Begonnen habe ich mit der Pfeffersauce, die braucht sehr lange zum einkochen, dann ist sie aber auch wunderbar sämig. Man nehme:  

2-3 Zwiebel (je nach Größe und Zwiebelliebe)

ein ordentliches Stück Butter (wirklich wirklich ordentlich!)

200 - 250 ml Portwein

1 Flasche Rama Cremefine zum Kochen

2 Teelöffel Pfefferkörner (im Mörser bearbeiten)



Wir hatten noch Schalottenzwiebel und den gemeinen Alltagszwiebel mit der orangen Schale - ich hab versucht die paar Zwiebelchen so klein zu würfeln, wie ich das schaffe. Das bedeutet sie waren nicht wirklich kleinwürfelig. Die Sauce köchelt dann so lange vor sich hin, dass das auch gar nichts ausmacht. Ihr müsst also keine hochtalentierten Zwiebelschnitzer sein. 
Die Würfelchen werden dann in der Butter angeschmurgelt, sodass sie möglichst noch nicht verkokelt sind. Ich mag aber immer gern ein paar Röstaromen, also lass ich die Zwiebel zumindest ein bisschen mehr als glasig werden. Zum Zwiebel kann man auch schon den gemörserten Pfeffer geben. Es duftet ganz herrlich, wenn der Pfeffer in der Butter mitgebraten wird.
Anschließend mit dem Portwein ablöschen und ein paar Minuten kochen lassen. Dann kann auch schon die Cremefine dazu und das ganze köchelt dann ewig lange vor sich hin, bis es einem eingedickt genug erscheint. Das kann schon über eine Stunde dauern... wenn es einem passend erscheint, kann man die Sauce vom Herd nehmen und problemlos später nochmal aufwärmen. Je nach Geschmack kann man auch Salz dazugeben und auch nochmal mit Pfeffer nachwürzen.
Ich verwende ja schon als Schlagobersersatz die Rama Cremefine - eine weitere kalorienärmere Variante (bei der Menge an Butter naja..)  soll angeblich auch mit Kaffeesahne kochbar sein. Damit hab ich aber noch keine Erfahrung.

Die "Beilage" zur Pfeffersauce gibts dann in einem extra Post, juhu!

Wozu esst ihr denn Pfeffersauce?



Montag, 22. Oktober 2012

Steinpilzparadies - Teil 2


Von den hunderten Steinpilzen auf dem Gensgitsch haben wir diese paar Exemplare mitgenommen. War ganz schön schwer, sich zurückzuhalten und nicht alles abzuschneiden, was da so herumgestanden ist.

Die Ausbeute unserer Steinpilzjagd auf dem Gensgitsch
Die Teile wirken auf den Fotos weniger beeindruckend, als sie in Wirklichkeit waren. Wir hatten so viele Pilze, dass wir gar nicht wussten, wie wir sie in einem einzigen Gericht verarbeiten sollten. Ein Risotto wollten wir nicht (schon wieder)... auf Suppe haben wir im Sommer auch weniger Hunger... Mr. google hat auch keine Alternative ausgespuckt - also haben wir improvisiert und uns entschieden, einen Steinpilzflammkuchen zusammenzupantschen. Der Teig besteht aus denselben Zutaten wie Pizzateig - aber ohne Germ. Die Pilze haben wir vorm Auflegen in einer Pfanne mit Zwiebel und dem was der Kräutergarten hergegeben hat, angeschmurgelt. Ich kann mich aber - auch wenn ich mich  noch so sehr anstrenge - nicht mehr erinnern, wie wir das mit Sauerrahm oder Schlagobers gelöst haben. Muss ich mal nachfragen, dann reiche ich die Info nach... Jedenfalls - hier das Resultat:
Steinpilzflammkuchen 
Schaut vielleicht nicht sooo appetitlich aus (dank meiner Fotokünste noch weniger), war es aber! Die Steinpilze schmeckten auf dem germfreien, neutralen Teig wirklich lecker. Was kann man mit Steinpilzen, außer Risotto, Suppe oder Sauce sonst noch kochen?