Samstag, 11. Mai 2013

Spaghetti mit Bärlauchsauce

Mit einem Bärlauchrezept bin ich eigentlich schon zu spät dran - die Saison ist für dieses Jahr wohl vorbei. Egal, dann hab ich das Rezept immerhin für nächstes Jahr gespeichert.

Ich mag Bärlauch sehr gerne und konnte mich letztens noch dazu überwinden, auf die Wiener Höhenstraße zu fahren, um ein paar Pflanzen zu ergattern. Dort wachsen die Pflänzchen in Hülle und Fülle - ich musste eigentlich immer nur der Nase nach, denn der Knoblauchduft ist wirklich nicht zu überriechen.

Verarbeitet habe ich Bärlauch in den letzten Jahren immer nur zu Brotbelag, da er ja gekocht kaum noch Geschmack hat. Trotzdem habe ich dieses Rezept hier, welches ich mit eigentlich völlig anderen Zutaten vom KiloKoach habe, probieren wollen:

1 Zwiebel
Butter
30 g frischer Bärlauch
Wasser
1 Fl. Rama Cremefine zum Kochen
Salz, Pfeffer, Muskat, Chili

Die Zwiebel wird in feine Würfel geschnitten, der Bärlauch hingegen nur grob in Streifen - sonst verliert er sein Aroma!
Zwiebel in der Butter anschwitzen, wenn er glasig ist, kommt der Bärlauch hinzu. Diesen allerdings nur kurz mitdünsten , er schmeckt sonst nach gar nichts mehr.
Anschließend habe ich mit weniger als 1/8 Liter Wasser abgelöscht (wer mag kann Weißwein oder Suppe nehmen) und das Rama Cremefine dazugegossen. Jetzt wird es nochmal ein wenig aufgekocht und mit den Gewürzen abgeschmeckt.  Wer mag, kann die Sauce noch pürieren.
Passt wirklich gut zu Nudeln!

Und hier mein Endergebnis, wie man sieht, hab ich nicht püriert:

Guten Appetit!

Freitag, 26. April 2013

Ramo Restaurierung

Schon vor längerer Zeit haben Mr. Kuchen und ich einem armen, abgeblätterten Ramo zu neuem Glanz verholfen.
Einem Ramo? - das ist die Idee einer Bewohnerin aus dem Lungau - leider weiß ich nicht genau, wie sie heißt. Sie hatte wohl die Idee, aus runden (Fluss)Steinen, kleine und bisweilen auch ziemliche riesige Männchen zu basteln und diese zu bemalen.
Mittlerweile verschönern die eigenwilligen Gesellen den ganzen Ort Ramingstein im Lungau; vor dem Gasthaus steht ein Koch, den Bergwerkslehrpfad bewacht ein Ramo-knappe und auch vor der dorfeigenen Burg Finstergrün findet man einen. Jeder in der jeweiligen Berufskluft detailverliebt bemalt.
Zu Silvester haben wir winzige Ramos aus Kieselsteinen gebastelt. Der Kopf wollte mit der Heißklebepistole nicht so recht halten, aber die Kleidung haben wir schon recht hübsch aufbemalt.

Ins Auge gestochen ist uns dann auch immer wieder der hauseigene kleine Ramo. Tagein, tagaus - bei Sonne und Schnee (und davon gibts im Lungau jede Menge) stand er tapfer vor der Eingangstür, was doch recht deutliche Spuren an seiner Bemalung hinterließ. Irgendwann ließ der arme Kerl vor Erschöpfung sogar den Kopf fallen, oje.

Wir haben lange überlegt, wie der Kopf wohl überhaupt befestigt worden ist, Mr. Kuchens Papa hat uns dann gesagt, dass das wohl Autokitt sein soll. Man verdeckt damit scheinbar Dellen bei Autos oder so - praktischerweise ist er Mechaniker und hat das Wunderzeug in seiner Werkstatt. Man muss den Kitt mit einer Härtungspaste vermischen, davon darf man aber nicht zu viel und nicht zu wenig erwischen. Wir haben es zwar nicht recht glauben können, aber der Kopf hat damit wirklich bis jetzt super gehalten und auch schon den ersten Winter überstanden.
Das ist unser kleiner Kerl nach der Restaurierung. Die Kleidung haben wir einfach mit Acrylfarben und Resten von Autolack bemalt (deshalb glänzt die Nase so). Am Schluss haben wir mit Klarlack drübergesprüht, um die Farben zu fixieren und den Burschen ein bisschen Glanz zu verleihen. Auch auf den Autokitt kann man übrigens ganz normal bemalen.

Leider habe ich kein Bild vom Ramo an seinem üblichen Plätzchen, aber vielleicht mach ich ja nochmal eine Fotoserie von allen Ramos im Ort..



Freitag, 15. Februar 2013

Pizzaaaaaaaaaaaaaa

Während meines ersten Fasttages hatte ich allerlei Vorstellungen davon, was ich an meinem ersten Nicht-Fasttag essen werde.
Gewonnen hat eine Pizza - frei nach Tim Mälzer - dem hab ich am Fasttag nämlich ganz masochisitisch beim Kochen zugesehen. (Obwohl ich nicht sein größter Fan bin. Ich bin aber der größte Fan von Kochsendungen!)

Habe sein Rezept fast gänzlich übernommen, nur ein paar Kleinigkeiten habe ich verändert. Ihr braucht:

Teig:
1/2 kg Mehl
1 Pkg. Trockengerm
ca. 1 TL Salz
ca. 1 TL Olivenöl
250 ml warmes Wasser

Für den Belag:
1/2 Glas getrocknete Paradeiser in Öl
1 großzügiger EL Paradeismark
Wasser

1 Pkg. Mozarella, Rucola, dünn aufgeschnittener Tirolerspeck, 1 großer Paradeiser

Peinlicherweise muss ich ja zugeben, dass ich noch nie Pizzateig gemacht hab. Dafür hab ich immer den begabten Pizzabäcker Mr. Kuchen eingespannt. Ja der kann nicht nur Kuchen (essen) sondern auch Pizzas...er wird aber trotzdem nicht in Mr. Pizza umbenannt....öhm..

Für den Teig habe ich zuerst das Mehl mit der Trockengerm vermengt - dabei hab ich mich an die Packungsanweisung gehalten, 1 Pkg passt genau auf 1/2 kg Mehl. (Tim Mälzer hat an dieser Stelle 1 Tl Honig dazugetan, das hab ich aber nicht gemacht, weil ich keinen Honig hab.)
Dann hab ich mal so nach Gefühl ca. 250 ml warmes Wasser dazugerührt, zuerst mit dem Kochlöffel - aber das geht nicht wirklich gut verrühren, also doch die Hände genommen. Den TL Öl und das Salz hab ich auch noch dazugetan und dann ein paar Minuten ordentlich geknetet.
Ich hatte das Glück, so eine recht schöne Masse als Resultat zu bekommen. Nicht zu trocken, aber auch nicht so, dass es mir an den Fingern klebt. Dann hab ich den Teig in so einem richtigen Germteigtopf mit Deckel fast 1 Stunde auf meinem lauwarmen Heizkörper gehen lassen.

Ist er nicht schön?


Der Teig ist mir wirklich gut gelungen, fast doppelt so groß geworden. Ich bin ganz fürchterlich, fürchterlich stolz.

Die Sauce auf der Pizza besteht dann aus ca. 1/2 Glas getrockenten Paradeisern - Achtung, nicht mitsamt Öl! Von dem Öl kann man 2-3 EL dazuleeren. Außerdem noch eine ordentliche Portion Paradeismark, eventuell ein Schluckerl Wasser. Das ganze hab ich mit dem Pürierstab zerkleinert, bis es Saucenkonsistenz hatte.

Den Teig, den ich auf einem Blech mit Backpapier schön auseinandermassiert habe, hab ich dann mit der Sauce beschmiert. Ich mag es schön paradeisig, also bei mir war es eine ansehnliche Menge.

Danach hab ich eine Mozarellakugel in Kleinteile zerrissen und auf der Pizza verteilt. Der Speck kommt beim Mälzer eigentlich erst nach dem Backen auf die Pizza, ich hab aber ein paar zerzupfte Speckteilchen auch schon jetzt dazugetan. Außerdem hab ich noch den Paradeiser in Scheiben geschnitten und ebenfalls schön auf dem Pizzaboden verteilt.

Bei ca. 240 Grad hab ich dann 20 Minuten gebacken - wobei ich glaub ich hab die Zeit ein bisschen übersehen.

Danach hab ich Rucola ein bisschen zerzuppelt und auf der heißen Pizza verteilt. Obendrauf nochmal ein wenig Speck - fertig.



Mir fällt eigentlich erst jetzt beim Schreiben auf, dass ansonsten gar keine Gewürze drauf sind - es hat aber wirklich wunderbarst geschmeckt. Herrlich  paradeisig - und dank des Rucolas ganz anders als ich normalerweise Pizzas esse.

Guten Appetit!